Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshall
von ihrer Gründungszeit 1886 - 1947
Aufgezeichnet von Hauptbrandmeister a.D. Horst Bialek
Als im Jahre 1858 der Schacht 1 der herzoglichen anhaltischen Salzwerke glücklich abgeteuft war, entstand am Platze reges Leben und Treiben.
Beamte und Bergleute kamen aus allen Gauen Deutschlands herbeigeeilt um hier in Stellung bzw. Arbeit zu treten.
Die herzogliche Salzwerk-Direktion ließ Häuser bauen, um all diese Leute unterzubringen. Die Folge war, daß sich auch Geschäftsleute aller Art hier ansiedelten und somit entstand nach und nach der Ort Leopoldshall.
Politisch gehörte der neu entstandene Ort noch zur Gemeinde Neundorf, bis im Jahre 1873 Leopoldshall eine derartige Ausdehnung angenommen hatte, daß es von nun an eine selbstständige Stadt bildete.
Jetzt war es an der Zeit, die Einwohner vor; Feuer zu schützen und somit wurde eine Pflichtfeuerwehr unter dem Kommando des Fabrikmeisters Ferdinand Peinert ins Leben gerufen.
Die Bürgerschaft wurde bei ausbrechendem Feuer nach bestimmter Ordnung zur Hilfeleistung
herangezogen.
Als Bekleidungsstücke beschaffte die Stadt schwarze Lederkittel mit grünen Stehkragen und Helme.
In einem Anbau des Rathauses in der Schulstraße, stand eine vierrädrige Druck- und Saugspritze zu der 12 Wassereimer und einige hundert Meter Schlauch gehörten.
Die Bespannung der Spritze hatte der Fabrikbesitzer Herr Moritz Henke übernommen.
Am 21. April 1885 rückte die Pflichtfeuerwehr zum ersten mal zur Bekämpfung eines Großfeuers aus.
Es brannten in der Friedrichstraße ein Wohnhaus und ein Kornspeicher bis auf die Grundmauern nieder.
Nach ca. zwölfstündiger angestrengter Tätigkeit, war die Wehr Herr des Feuers geworden und die Gefahr besiegt Bei diesem Brand hatte es sich so recht gezeigt, das die Pflichtfeuerwehr ihrer Aufgabe doch nicht vollkommen gerecht zu werden vermochte und es wurde der Wunsch laut, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen.
In einer Bürgerversammlung am 25.August 1885 wurde unter dem Vorsitz des Herrn Schweißgut beschlossen, die notwendigen Schritte zwecks Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr bei der Polizeiverwaltung zu tun.
In einer gleichzeitig in Umlauf gesetzten Liste erklärten 27 Herren ihren Beitritt zu der neu gegründeten Wehr. Eine zweite Versammlung unter dem selben Vorsitz fand am 10. September des selben Jahres statt. In der selben wurde die Gründung der heutigen Freiwilligen Feuerwehr beschlossen.
Das erste Kommando bestand aus den Herren
| Fabrikdirigend Schweißgut |
Hauptmann |
| Fabrikant G. Eise |
stellvertr. Hauptmann |
| Tischlermeister W. Siebenbachner |
Steigerungsfahrer |
| Schlossermeister E. Matthaus |
stellvertr. Steigerungsfahrer |
| Buchhalter A. Blumenthal |
Zeugmeister und Schriftführer |
Führer der Wehr war zunächst Fabrikdirigend Schweißgut. Unter seiner Leitung wurde 4 Jahre unermüdlich geschafft, um die junge Wehr schlagkräftig zu machen. Die hiesige Industrie, an der Spitze das anhaltische Salzwerk, hatten als ersten Fonds 1200,- RM zur Verfügung gestellt, außerdem waren zwei Spritzen und 300 Meter Schlauchmaterial vom Salzwerk überlassen. Im Jahre 1886 wurden die Wohnungen des Kommandeurs Schweißgut und seines Stellvertreters Eise, sowie des Gespannführers Herrn Moritz Henke mit einem Feuertelefon ausgerüstet. Die Wehr wurde dann durch Nebelhörner alarmiert.
Im Jahr 1889 legte Hauptmann Schweißgut aus Krankheitsgründen sein Amt nieder. Nach wiederholtem Wechsel in der Führung übernahm Oberleutnant Robert Michael die Führung der Wehr, welche er bis zum Jahre 1892 mustergültig leitete.
Um eine bessere Ausbildung der Bedienungsmannschaften des Leiterzuges zu gewährleisten, wurde ein Steigerturm auf dem Grundstück der Leopoldshaller Schützengilde errichtet, die den Platz hierfür der Wehr kostenlos zur Verfügung stellte.
Am 5. Februar 1895 in der ersten Morgenstunde meldete der Türmer Großfeuer. Es brannte das Leopoldshaller Schützenhaus.
Trotz angestrengter Arbeit, die durch starken Frost und hohen Schnee überaus schwierig war, brannte das Gebäude bis auf die Grundmauern nieder.
Bei diesem Brand sind auch einige wertvolle Bilder und Uniformstücke der Wehr mit verbrannt.
Das Jahr 1902 ist deshalb bemerkenswert, weil in ihm zum ersten mal der Name Herrmann Hellmann erscheint, der später unauslöschlich mit dem Geschick der Wehr verbunden wurde.
Herrmann Hellmann wurde damals zum Zeugmeister ernannt.
Seit dieser Zeit wurden auch die Bezeichnungen: Hauptmann, Oberleutnant usw. abgeschafft und die Bezeichnungen Brandmeister , Brandinspektor, Oberbrandmeister und Brandmeister eingeführt.
Nach dem Fortzug des Branddirektor Michael im Oktober 1902 wurde Straßenbaumeister Gustav Schröder zum Branddirektor gewählt. Brandinspektor wurde Herrmann Hellmann. Ein erheblicher Fortschritt bestand in der Beschaffung einer mechanischen Leiter 1905.
Im Jahr 1906 wurde Glasermeister Robert Vollrat, welcher der Wehr seit 1900 angehörte zum Brandmeister ernannt.
1889 in diesem Jahr galt es zum ersten Male den Geburtstag seiner Majestät Kaiser Wilhelm d. II zu feiern.
Zu diesem Zweck vereinigte sich die Feuerwehr mit dem Militär und Turnverein zu einem Fackelzuge mit nachfolgenden Kommers. Am 6 Juli 1889 betätigte sich die Wehr an den Einzugsfeierlichkeiten des Hohen Erbprinzenpaares in Dessau. 1896 aus Anlass der 25-jährigen Wiederkehr der Kaiserproklamation wurde am 18. Januar in Dessauer-Hof ein Kommers veranstaltet.
Hierbei treten die Musiker Matschke, Roland, Backhaus, Böttcher, Dreise, Villwock, Gümmert, Kutscher, Kürmann, Steinbrecher, Gröbel und Lück in die Wehr ein, und gründen ein Feuerwehrmusikcorps.
Am 26. Januar 1904 starb in Ballenstedt unser aller gnädigster Protektor der hochwohlgeborene Herzog Friedrich d. I von Anhalt.
Am 28. Januar wurde die Hohe Leiche von Ballenstedt nach Dessau überführt Auf alle anhaltischen Bahnhöfen, die der Trauerzug passierte, veranstalteten die anhaltischen Wehren zur Ehrenerweisung Fackelparaden.
Die Wehr nahm an der Trauerparade auf den Bahnhof in Güsten teil. Branddirektor Schröder und Brandinspektor Hellmann beteiligten sich an den Beisetzungsfeierlichkeiten in Dessau.
1908 die Musikkapelle, mit der die Wehr von jeher zu kämpfen hatte, wurde wieder aufgelöst.
1909 wie schon mehrfach erwähnt hat sich der erste Verbandsvorsitzende Branddirektor
Herr Henning Bernburg außerordentlich um das anhaltische Feuerlösch- und Rettungswesen verdient
gemacht, und aus diesem Anlass wurde er am 3. Juli zu unserem Ehrenmitglied ernannt.
Am 1. Juli verließ Herr Bürgermeister Kleist unseren Ort. Er wurde durch Herr Picker aus Soltau ersetzt.
Am 3. Juli, gelegentlich der Inspizierung, ließ es sich das neue Ortsoberhaupt des Ortes
nicht entgehen, die Wehr in Augenschein zu nehmen.
Bei der Kritik sprach sich der Herr Bürgermeister Picker lobenswert aus.
An neuen Mitgliedern kamen hinzu, Pastor Baumecker, Bürgermeister Picker, Kaufmann Buchschatz, Fleischermeister Hoch, und Tischlermeister Thiemecke.
Am 25. September 1910 feierte die Leopoldshaller Feuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen.
Das Fest gestaltete sich in Anwesenheit der staatlichen und städtischen Behörden und unter Beteiligung befreundeter Wehren aus Nah und Fern zu einer großen Jubelfeier der gesamten Gemeinde.
Mit neuer Kraft und stets bereitem Opfersinn geht es vorwärts in den neuen Zeitabschnitt der zahlreiche wertvolle Daten enthält. Die Zeit bis 1914 wird weiter zur straffen Schulung benutzt. Eine Anzahl Brände wurden im Keime erstickt.
Bei einem größeren Brande im November 1911 macht sich der Mangel an Hydranten erheblich bemerkbar. Durch gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung konnten diese Mängel
schnell gelöst werden.
Bereits Mitte Januar 1912 sind von der Stadtverwaltung 23 Hydranten dem Bedürfnis einer wirksamen Feuerbekämpfung entsprechend in den verschiedenen Straßenzügen eingebaut wurden.
Die Schlagfertigkeit der Wehr ist um Vieles gehoben und das Wort Hydrantenprobe durchzieht wie ein Faden den Arbeitsplan der Wehr Jahr für Jahr. Eine besondere Aufgabe wird der Feuerwehr mit der Ausgestaltung des anhaltischen Feuerwehrbrandtages zu Teil, welcher in den Tagen von l.-3. August 1914 in Leopoldshall stattfinden sollte. Aber die drohende Kriegsgefahr und dann der Ausbruch des 1.Weltkrieges ließen alle Pläne in nichts zerfallen.
In Erinnerung steigen die Augusttage 1914 auf, in denen Millionen deutscher Männer zum Kriegsdienst eingezogen wurden. Auch die Reihen der Wehr werden stark gelichtet, befinden sich doch in ihr eine große Anzahl Männer, die einen Einberufungsbefehl erhalten haben.
Sorge erfüllt die verantwortungsbewussten Männer, die Wehr trotz der Notzeit schlagfertig zu erhalten, und so wird neben einer unausgesetzten Werbung neuer Wehrmänner die Gründung einer Bürgerwehr angeordnet.
Gar zu bald hat die Wehr die traurige Pflicht, gefallener Kameraden zu gedenken.
Die Gründung einer Unterstützungskasse für bedürftige Familien eingezogener Kameraden offenbart den Kameradschaftsgeist zwischen Front und Heimat.
Immer größer wird die Not des Vaterlands, die Reihen der Wehr lichten sich mehr und mehr.
Die Gründung einer Jungmannschaft macht sich notwendig und führt die Wehr Ende Januar 1918 neue Kräfte zu. Kriegsende
Die Kameraden kehren zurück, wohl alle denen der Herrgott draußen das Leben bewahrte, nehmen den Dienst bei der Feuerwehr sofort wieder auf. In einer Begrüßungsfeier am 6.1.1919 für die heimkehrenden Krieger gedenkt der Wehrführer der gefallenen Kameraden. Eine Ehrentafel wird am 8.5.1921 feierlich geweiht und findet ihren Ehrenplatz im Gerätehaus.
Bruderkrieg, Gewinnsucht, Haß und Neid herrschen im deutschen Vaterland. Die Feuerwehr geht ihren selbstlosen Weg von der Nächstenliebe. »Wenn nur alle im deutschen Vaterland vom Opfergeist der Feuerwehr erfaßt waren, es würde besser um unser Volk bestellt sein.« war ein namhafter Ausspruch des Kreiswehrführers Schröder bei einer Besichtigung in Leopoldshall in sturmbewegter Zeit. Die Inflationswelt bringt die Geschäftstätigkeit der Wehr faßt zum erliegen. Die Kasse war schließlich auf freiwillig erhöhte Beiträge der Mitglieder und auf Zuwendungen hiesiger Werke angewiesen.
Die Beschaffung von Uniformen und persönlicher Ausrüstungsgegenstände geschieht durch die Kriegsverwertungsstelle. Jegliche kameradschaftliche Veranstaltung mußte wegen Mangel an Mittel zurückgestellt werden.
Fester denn je schließt sich aber die Wehr zusammen, denn sie ist ja zu eisernen Disziplin erzogen. Wer sich nicht einordnen will, geht seinen eigenen Weg außerhalb der Wehr. Brandinspektor Gustav Schröder unter dessen tatkräftiger Führung seit Mitte Oktober 1902 sich die Wehr zu einer der anerkannten Besten im Anhaltland entwickelte, mußte am 11.07. 1918 seinen verantwortungsvollen Führerposten niederlegen.
An seiner Stelle wurde der damalige Brandinspektor Herrmann Hellmann zum Führer gewählt
Die Anerkennung der Verdienste Gustav Schröder findet äußerlich Ausdruck in seiner Ernennung zum Ehrenbranddirektor. Nur wenige Jahre war es dem Kameraden Schröder vergönnt, seine stete Verbundenheit mit der Wehr nach seinem Wegzug nach Bernburg zu betätigen. Ein unheilbares Leiden ließ Ende 1922 das Schlimmste befürchten, bis der Tod am 2.1. 1923 eintrat.
Das nachfolgende Kommando der Wehr:
| Unternehmer Herrmann Hellmann |
Branddirektor |
| Glasermeister Robert Vollrath |
Brandinspektor |
| Schlossermeister Alfred Ammann |
Brandmeister |
Die neue Leitung bleibt nicht müßig, die Bereitschaft und Leistungsfähigkeit der Wehr weiter zu steigern. Die Feuerlöschmitttel werden entsprechend der Neuzeit modernisiert durch die Beschaffung einer Motorspritze, eines Automannschaftswagens und eines Hydrantenwagens. In dem abgelegenen Salineviertel neben dem ehemaligen Bahnübergang Güstener Straße wurde ein neues Gerätehaus errichtet.
Die anhaltischen Wehren wurden einheitlich uniformiert, in dem das Tragen einer grauen Joppe angeordnet wurde.
So mußten die Kameraden sich von ihrer lieben blauen Uniform trennen und die graue anschaffen.
Ende 1924 erhält die Wehr eine eigene Alarmanlage. Der Heranbildung des Führernachwuchs wurde besonderer Beachtung geschenkt durch Abhaltung von theoretischen Schulungsabenden, Entsendung von Kameraden zu Kursen bei der Berufsfeuerwehr in Dessau und Ablegung von Prüfungen.
Das Schlauchmaterial, Uniformen sowie Ausrüstungsstücke werden ständig ergänzt und erneuert.
Anlaß zum fröhlichen feiern bieten die Dienstjubiläen von:
Brandinspektor Herrmann Hellmann 25 Jahre, Brandmeister Karl Schulz 30 Jahre, Brandmeister Alfred Ammann 25 Jahre, Brandinspektor Robert Vollrath 25 Jahre
Den Jubilaren wurden reiche Ehrungen und Anerkennung zu teil.
Ende es Jahres 1929 geht ein lang ersehnter Wunsch der Wehr in Erfüllung. Die Errichtung eines neuen Feuerwehrdepots in der Franzstraße neben der Uhland-Schule in Leopoldshall.
Längst war das alte Gerätebaus zu klein geworden, um die vermehrten Gerätschaften ordnungsgemäß aufzunehmen. Anläßlich der 45-jährigen Gründungsfeier der Wehr wurde das neue schmucke Gebäude am 31.8.1930 im festlichen Akt seiner Bestimmung übergeben.
Brandinspektor Robert Vollrath tritt von seiner aktiven Laufbahn altershalber zurück, an seiner Stelle wird Bauunternehmer Brandinspektor Alfred Severin eingesetzt. Großfeuer bei der Dachpappenfabrik A. J. Malchow.
Niemand ahnt, daß der braven Wehr ein schwerer Schicksalsschlag beschieden ist.
Am 23.3.1933 ruft Feueralarm die Wehr zu ernster Arbeit. Kurz nach 9 Uhr war das Feuer im Rührwerk der Fabrik ausgebrochen, das in dem Teerprodukt reiche Nahrung findet. Bald treffen die Wehren von Leopoldshall, Staßfurt und Neundorf an der Brandstelle ein. SA, SS, Stahlhelm und Freiwilliger Arbeitsdienst sperren das Brandobjekt in weitem Umfang ab, denn die Explosionsgefahr wächst mit jeder Minute. Mit dem Einsatz aller Kräfte ringen die Wehren mit dem wütenden Element.
Plötzlich erschüttert eine Detonation die Luft. Hoch lodert die Stichflamme. Dreizehn wackere Feuerwehrleute, zum Teil schwerverletzt, müssen den Krankenhäusern zugeführt werden. Unter ihnen befindet sich auch der schwerverletzte Brandinspektor Herrmann Hellmann. Gegen Mittag ist die Macht des Feuers soweit gebrochen, daß an ein ernsthaftes Ablöschen der Gebäude gedacht werden kann. In den Krankenhäusern liegen mit pechschwarzen Gesichtern die Verletzten auf ihrem Schmerzenslager. Wohl manches stille Gebet mag um ihr Leben und die Wiederherstellung ihrer Gesundheit zum Himmel gegangen sein.
Nur vier Tage noch wahrte das Leben des pflichtgetreuen Brandinspektor Herrmann Hellmann, welcher in den Morgenstunden am 25.03.1933 an den Folgen seiner schweren Verletzungen entschlafen ist. Erschüttert stand nicht nur die Familie und die Wehr, sondern die ganze Stadt an der Bahre dieses Mannes, dessen Opfertod in Ehrenlettern in die Geschichte der Wehr eingegangen ist.
Im Tode voraus ging ihm der brave Wehrmann Albert Weber aus Neundorf, der ebenfalls seine Pflichttreue mit dem Tode bezahlen mußte. Zunächst müssen die Namen aller Kameraden hier genannt werden, die zusammen mit ihrem Kommandeur dem Flammentod ins Auge sahen und schwere Verbrennungen erlitten haben: Brandmeister Richard Wesemann, Unterbrandmeister Herrmann Menzel, die Wehrmänner: Richard Wesemann, Willi Sonntag, Richard Schulter II, Paul Schütze und Karl Peter.
Zu ihnen gehörten die Neundorfer Kameraden: Franz Koch, Gustav Alsleben, Arthur Seidel, Albert Weber und die beiden Werksangehörigen: Leopold Hinze und Ernst Hampe ebenfalls aus Neundorf.
Insbesondere sei an dieser Stelle des Kameraden Karl Peter gedacht, welcher unter dem Einsatz seines eigenen Lebens den Kameraden Richard Schulter aus den Flammen herausholte und ihn vor dem sonst sicheren Verbrennungstod bewahrte.
Für dieses Rettungswerk, durch welches Kamerad Peter selbst schwere Verbrennungen erlitt, erhielt er die wohlverdiente staatliche Anerkennung durch Verleihung der Rettungsmedaillie am Bande.
Der Sohn von Karl Peter lebt heute noch im väterlichen Grundstück Leopoldshaller Schützenhaus.
Im Geiste dieser braven und namentlich unvergeßlicben Kommandeurs setzt sich das Leben der Wehr bis auf den heutigen Tag fort und wird weiter bestehen, solange es überhaupt eine Feuerwehr gibt.
Unauslöschlich steht in all unserer Erinnerung Herrmann Hellmanns letzte Fahrt. Das Gerätehaus hatte sich zur Abschiedsfeier für den toten Kommandeur in eine Stätte der Trauer verwandelt, denn in ihr war der Sarg aufgebahrt, auf dem der Degen und Helm des teuren Toten lagen. Vertreter des anhaltischen Staatsministeriums, der Feuerwehrverband und benachbarte Wehren, Abordnungen der SA, SS, NSDAP, des Arbeitsdienstes sowie sämtliche heimische Vereine hatten sich zu dieser letzten Ehrung eingefunden.
Pastor Baumecker würdigte das Leben des Verstorbenen, dessen Lebenswerk die Feuerwehr wurde.
Ihm war der Wahlspruch der Wehren oberstes Gesetz.
Anschließend, an die Trauerfeier, bewegte sich der Zug zum Friedhof, zur letzten Ruhestätte Herrmann Hellmanns. Hunderte umsäumten die Straßen, die der Zug passierte und grüßten schweigend zum letzten Male den Sarg, der die sterbliche Hülle des toten Kameraden barg. Viele ehrende Worte wurden gefunden, dann senkten sich die Fahnen zum letzten Male über der Gruft, die nun den unvergeßlichen Kommandeur birgt.
In der Jahresversammlung am 18. April 1933 wurde Brandinspektor Severing einstimmig zum Branddirektor gewählt. Brandinspektor wurde Kamerad Schulz, Oberbrandmeister wurde Kamerad Ammann und Brandmeister die Kameraden Nimmich und Wesemann.
Zur gleichen Zeit wurden die Uniformen wieder von grau auf blau eingeführt. Der Opfertod des Brandinspektor Hellmann bedeutete gleichzeitig den Anbruch der neuen Zeit, die mit der Machtübernahme des Führers Adolf Hitler ihren Anfang nahm. Schon am 24. Mai 1933 wird der Vorstand der Feuerwehr im Auftrag des Kreisleiters der NSDAP gleichgeschaltet. Zum Führer der Wehr wurde Brandinspektor Severin bestimmt. Die Kameraden Brandinspektor Schulz und Oberbrandmeister Ammann wurden zum Stellvertreter ernannt. Des weiteren wurden die Feuerwehren dem Reichsinnenministerium unter der Leitung des Reichsinnenminister Heinrich Himmler unterstellt,
Am 17. April 1934 stellt der Wehrführer Brandinspektor Severin sein Amt wegen Arbeitsüberlastung zur Verfügung. Als Nachfolger wurde am 24. Mai 1934 der Brandmeister Theodor Apel kommissarisch eingesetzt. Im Jahre 1935 wurde Brandmeister Theodor Apel, der bisher als Leiter nur kommissarisch eingesetzt war, einer Prüfung unterzogen und wurde danach durch das anhaltische Staatsministerium zum offiziellen Wehrführer ernannt. Am 13. und 14. Juli 1935 wurde das 50-jährige Bestehen der Leopoldshaller Feuerwehr gefeiert, an denen auch viele Vertreter aller Gesellschaftsschichten und Feuerwehren aus nah und fern teilnahmen. Aus Anlaß dieses Jubiläums wurde dem Wehrführer der Goldene Ehrendegen überreicht, der am Tage des 25-jährigen Jubiläums der Wehr vom damaligen Brandinspektor Schröder gestiftet wurde.
Der Aufschwung in der Wehr ab 1935 war gewaltig. Ein erheblicher weiterer Fortschritt liegt in der Schaffung einer neuen Alarmanlage, die in Betrieb gesetzt worden ist. Die neue Wechselstrom-Alarmanlage stellt das modernste auf dem Gebiet dar. Es sind 12 Alarmstellen vorhanden. Die Alarmierung erfolgt durch einen starken Kurbelinduktor und ist damit von einer fremden Stromquelle nicht abhängig.
Moderne Löschfahrzeuge und Feuerlöschpumpen sowie die persönliche Ausrüstung der Kameraden wurden eingeführt. Auch die MitgliederzahI stieg auf 88 Kameraden an. Die Ausbildungsdienste richteten sich streng auf die neue Technik aus. So wurde die Leopoldshaller Feuerwehr zu einer der schlagkräftigsten Wehren in Anhalt.
Nach Weggang des Wehrleiters Theodor Apel 1938 wurde dem Oberbrandmeister Pils die Wehr anvertraut, welche er bis 1943/44 leitete.
Der Kriegsausbruch 1939 brachte der Wehr und deren Leitung erhebliche Anforderungen. Anweisungen und Verordnungen durch das Innenministerium im Rahmen des Luftschutzgesetzes mußten umgesetzt und ausgeführt werden.
Kameraden, die ihren Einberufungsbefehl erhalten haben, standen der Wehr nicht mehr zur Verfügung. Um aber die Einsatzbereitschaft der Wehr und die ihnen auferlegten Aufgaben zu erfüllen, wurden Bürger der Stadt, die vom Dienst in der Wehrmacht freigestellt wurden, laut Gesetz dienstverpflichtet und der Feuerwehr zugeführt und technisch ausgebildet. Löschfahrzeuge der Feuerwehr mußten von rot auf grün umgespritzt werden und mit dem Wappen Feuerlöschpolizei versehen werden. Einsatzgruppen bei eventuellen Luftangriffen auf Städte und Gemeinden wurden eingeteilt um somit für einen Einsatz sofort verfügbar zu sein.
Zur Brandbekämpfung durch Luftangriffe wurde die Wehr mehrere Male in Kassel, Hannover und Braunschweig eingesetzt.
Im Jahre 1944 wurde Wehrleiter Pils zur Wehrmacht einberufen und Brandmeister Paul Franz wurde als Leiter der Wehr eingesetzt und hat diese bis Kriegsende geführt.
Nach dem Krieg wurden die Kameraden Oberbrandmeister Kurt Beecken die Geschäfte der Wehr übertragen. Als die Städte Leopoldshall und Staßfurt am 1.4.1946 zusammengelegt wurden, hat auch die Feuerwehr Leopoldshall ihre Selbständigkeit verloren.
ein gemeinsames Kommando wurde gebildet an deren Spitze Hauptbrandmeister Heinrich Selle die Leitung übernahm.
Von nun an gab es nur eine Wehr in Staßfurt, die sich nur in Feuerwache l, Athenslebener Weg und Feuerwache II Leopoldshall, Depotstraße unterschied.
Dank und Anerkennung aller Feuerwehrkameraden, die den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr zum Wohle unserer Bürger in ehrenamtlicher Tätigkeit, ihre Gesundheit und oft für diese Sache ihr Leben ließen.
Möge jedes Löschfahrzeug und ihre Besatzung, die zum Einsatz gerufen werden, nach dem Einsatz gesund zurückkehren.
»Gott zur Ehr' dem nächsten zur Wehr.« · »Einer für Alle, Alle für Einen.«
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wird fortgesetzt

1993
29.04.
Gasunfall bei Reinigungsarbeiten im Sodawerk
08.09.
Brand einer Lagerhalle in der Industriestraße
20.11.
Brand von 8 LKWs in der Bernburger Straße
10.12.
Sturz eines PKW von der Bodebrücke in die Bode
1993
27 Verkehrsunfälle
52 Hilfeleistungen
16 sonstige Einsätze
31.November 1993
Treffen der Alterskameraden

31. Oktober 1993
- Empfang durch den Stadtdirektor
- Besichtigung des Gerätehauses durch Schulklassen und Kindergartengruppen
- Grillabend
- Kinderweihnachtsfeier
12. September1993
Tag der offenen Tür

31. Dezember 1992
gehörten der FFW 11 Kameradinnen und 42 Kameraden an.
-12 Kameraden sind im erweiterten Katastrophenschutz tätig und absolvieren dort spezielle Ausbildungsdienste.
- FFW wurde zu
92 Brandschutzeinsätzen,
32 Verkehrsunfällen,
6 Bombenbeseitigungen,
63 sonstige Hilfeleistungen gerufen.
Die Freiwillige Feuerwehr dankt der Stadtverwaltung für die Möglichkeit der Steuerung der Ampelanlage am Wasserturm im Alarmfall vom Gerätehaus.
Sorgen bereitet die Parkordnung in den Neubaugebieten.
22. Dezember 1992
Übergabe des Rüstwagens RW2
(Hoher technischer Ausrüstungsstandard)
- Die FFW verfügt über ein technisches Potential, um das sie andere Wehren beneiden.
Sorgen bereiten aber die erforderlichen Kräfte, die zur Verfügung stehen.
1992
- Ein Jahr von besonders hohen Anforderungen - durch hohe Zahl
an Einsätzen
- Teilnahme am Festumzug zum 140jährigen Jubiläum
des Kalibergbaus.
- Sonderdienste zum Thema Rettungswesen und Aids-Vorsorge.
Die Freiwillige Feuerwehr wurde Mitglied des Kreisfeuerwehrverbandes.
- Ausrüstung aller Einsatzkräfte mit Funkempfängern.
1991
86 Brände
9 Bombendrohungen
17 Verkehrsunfälle
19 sonst. Hilfeleistungen
Jugendwart der Jugendfeuerwehr wird Kamerad Simon
1.6. 1991
Gründung der Jugendfeuerwehr
Ihr gehören 30 Jungen und Mädchen an.
Weiterer Ausbau der Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Lehrte.
1990
Neue Aufgaben
der Freiwilligen Feuerwehr nach dem Ende der DDR:
Einsätze bei Verkehrsunfällen, Bombendrohungen,
z.B. in den Schulen.
- Veränderung des Charakters der Einsätze
- Vervollkommnung der technischen Ausrüstung
- Einbeziehung der Stadtverwaltung in die Mitverantwortung für die Wehr
59 Brände, 30 Hilfeleistungen

5. Januar 1990
Erste Kontakte mit Partnerfeuerwehr in Lehrte
Mitglieder:
17 Kameradinnen, 48 Kameraden, 
1989
120. Gründungstag
der Freiwilligen Feuerwehr Staßfurt
92 Mitglieder
(26 Kameradinnen, 66 Kameraden)
aktiver Kern der FFW
(11 Kameradinnen, 40 Kameraden)
Durchführung eines einwöchigen Zeltlagers (Intensivausbildung)
- Brandschutzgruppe führte Kontrollen von Brandschutz durch
- In der Landwirtschaft, Handel, öffentl. Einrichtungen
- Wohnstätten
- Fahrzeugappell - Note »Sehr gut«
1983
31 Brände, 23 Hilfeleistungen
Darunter:
13.11. Heizhausbrand Athensleben
Wasserpumpen, Beseitigung von Sturmschäden VAKOMA
1982
47 Brände, 15 Hilfeleistungen
Darunter:
l Flächenbrand mit 4 Einsatzstellen
Übergabe des neuen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr
und einer neuen
Drehleiter 30 m (DL30).
1981
24 Brände, 37 Hilfeleistungen
Darunter:
Absicherung Fackelumzug und Feuerwerk am 6.10.1981
Komplette Erneuerung des Fahrzeugparkes

1980
35 Brände, 25 Hilfeleistungen
Darunter:
16.7. Säurehavarie in Löderbulrg
Sommer 1980 Abriß des alten Gerätehauses
1979
31 Brände, 37 Hilfeleistungen
Darunter:
Wohnungsbrand in der Staatsbank,
Spritzkabinett VEB Tonmöbel
Schnee räumen im Stadtgebiet
1978
41 Brandbekämpfungen, 50 Hilfeleistungen
Darunter:
20., 21.-28. 12. Wassertransport
Neubaugebiet Leninring
1977
55 Brände, 73 Hilfeleistungen
1976
43 Brände im Kreis
Hilfeleistungen - 52 örtliche
und 21 überörtliche
1975
44 Brände, 50 Hilfeleistungen
Hochwassereinsatz,
Brückenpfeiler räumen,
Leichenbergung,
Bäume fällen usw.

1974
31 Brände, 35 Hilfeleistungen
Darunter:
28.2. Gebäudebrand - Kraftverkehr
und vom 27.12.-31.12. Hochwassereinsatz

1973
Unter anderem am 1. Februar 1973 eine Leichensuche in der Bode.
22 mal in der Stadt und
11 mal überörtlich zur
Brandbekämpfung gerufen.

1972
27 Brände, 26 Hilfeleistungen
Darunter: vom 13.11.- 21.11.1972
Beseitigung
von Sturmschäden in Staßfurt

1971
29 Brände,
37 Hilfeleistungen
Darunter:
28.2. Wohnungsbrand Atzendorf
21.4. Wohnungsbrand Sülzestraße

1970
17 Brände, 64 Hilfeleistungen
Darunter:
2.4. Kellerbrand
im GHG Textillager An der Liethe
16.5. Saalbrand »Salzgrafen« Güstener Straße

11./12. September 1969
100 Jahre Feuerwehr
(Festumzug - Festplatte - Festchronik)
Übergabe der Fahne an die FFW durch Bürgermeister
Gerhard Strecke.

1. Mai 1968
Umbau eines alten LKWs
in einen Leiterwagen durch Kameraden der Wehr.

1967
17 Brände, 5 überörtliche,
21 z.T. Katastrophenleistungen

1966
20 Brände, 6 überörtliche,
17 Hilfeleistungen
(Durch Brandstiftung:
Brand von 3 Lagerscheunen.)

1965
38 Brände und Hilfeleistungen

25. Oktober 1965
Einweihung eines neuen Schulungsraumes,
Renovierung des Gerätehauses II

1950-1968
524 Brände

1964
33 Brände, 6 überörtliche
11 Hilfeleistunger

1964
9 Brände - 78135 MDN
Besonders im Jahre 1964 trat die Brandstiftung durch Kinder
in den Vordergrund.

1963
11. Brände richteten einen Schaden in Höhe von 269555 MDN an.

7. November 1963
Rettung von Menschenleben - 2 Arbeiter waren bei Reparaturarbeiten
in Lebensgefahr geraten.

1963
21 Brände im Stadtgebiet, 8 überörtliche und 40 Hilfeleistungen

1962
9 Brände
Schaden 12700 DM

1962
16 Brände im Stadtgebiet und
5 nachbarschaftliche Löschhilfen

1961
9 Brände

1960
13 Brände
davon ein Großbrand in Neundorf, bei dem 3 Kinder
tödlich verunglückten.

13. September 1959
Im Rahmen des 90jährigen Jubiläums wurde ein neues Löschfahrzeug (LF 16) übergeben.

1959
21 Brände

3.September 1958
13 Brände innerhalb des Stadtgebietes

1957
10 Brände

16. Dezember 1956
Die ehemalige Gaststätte
»Zum Löwen«
wurde Feuerwehrheim.

1956
Großübung am ehemaligen Rathaus (Brandschutzwoche)

1953
10 Brände und 4 Hilfeleistungen

25. Oktober 1953
Schnelligkeitswettbewerb
auf dem Neumarkt.
Kamerad Steindorf erkämpfte sich im Einzelwettbewerb
den ersten und Kamerad Matthes
den zweiten Platz.

Mai 1953
Kameraden der FFW wurden zur ehrenamtlichen Tätigkeit im
Katastrophenbauzug gewonnen.
Im Rahmen einer Großübung entstand eine 8t-Behelfsbrücke über die Liethe.

1950
25 Brandbekämpfungen

1950
Nach Kreisumbildung wurde
die Wehr Staßfurt der
Volkspolizei Bernburg zugeordnet.

1949-1964
Bei Kreis- und Bezirksausscheiden errang der Spielmannszug
vordere Plätze.
Die Mitglieder des Spielmannszuges bestanden überwiegend aus aktiven
Feuerwehrleuten.

1949
Bildung eines Spielmannszuges unter der Leitung
von Herbert Burkhardt.

1946-1949
Einsatz der Staßfurter Wehr
bei 64 Bränden

27. Mai 1948
Großfeuer in der Staßfurter
St.-Johannis-Kirche

1. Mai 1947
Nach Zusammenschluß der Städte Staßfurt und Leopoldshall verlor die Leopoldshaller FFW ihre Eigenständigkeit und wurde als Kommandostelle II der FFW
Staßfurt eingegliedert.

1939-1945
Im Verlauf des Krieges werden sowohl die Staßfurter,
als auch die Leopoldshaller
Wehr im Rahmen des Luftschutzes auswärts eingesetzt.

Juli 1927
Eine Ausziehleiter von 12 m Länge, Schlauch und Leiterwagen
vervollständigen die Ausrüstung.

Mai 1927
Das Wasserwerk beschafft eine kleine Motorspritze zum Auspumpen von
Rohrgräben und Kellern.
Die Staßfurter Wehr
bestehend aus 4 Löschzügen,
trainiert ihre Leistungen jährlich durch ca. 30 Übungen.

September 1925
Die Jugendfeuerwehr erhält eine Schiebeleiter.
(Stiftung durch
Bürgermeister Grupe)

März 1925
Die Freiwillige Feuerwehr erhält einen neuen Mannschaftswagen.

September 1921
Ankauf der dazugehörigen Magirus-Motorspritze

Juni 1921
Beschaffung einer
Magirus-Drehleiter

6. September 1916
Großfeuer in der Staßfurter Mühle

4. Oktober 1914
Gründung der Staßfurter Jugendfeuerwehr

1910
Die Helme bekommen den anhaltischen Helmstern.

1910
Die Wehr besteht 25 Jahre.
Die Freiwillige FeuerwehrLeopoldshall kam
in diesen 25 Jahren
89 mal zum Einsatz.
Darunter war ein Großfeuer in der
Zuckerfabrik Ilberstedt.

1910
Bau eines neuen Spritzenhauses
im Athenslebener Weg.

1909
Das Depot der Staßfurter FFW
befindet sich auf dem Hirtenhof.

1909
Ersatz der vierrädrigen Landspritze
durch eine neue.

1906
Die Sterbe- und Unterstützungskasse
der Wehr wurde in eine Sterbekasse
umgewandelt.
Das neue Gerätehaus erhält eine
elektrische Beleuchtung.
Neue Ausführungsbestimmungen zur
Feuerlöschordnung werden wirksam.

1905
Anschaffung
einer mechanischen Leiter.
Bau eines Gerätehauses
in der Franzstraße.

1904
anhaltische Wehren
erhalten einheitliche Uniformen
mit grauer Joppe -
Ablösung der blauer Uniform.

1903
Kommandeure verschiedener
Wehren inspizieren die
Leopoldshaller Wehr.
Ergebnis: Prädikat "Sehr gut".
Ein Nebelhorn
verbessert die Alarmierung.

5. Oktober 1902
Großfeuer in der
»Engländer«-Fabrik
(Standort Drahtwerke)

1898
In Bernburg findet ein
Feuerwehr-Fachkurs statt.

5. Februar 1895
Großfeuer im Leopoldshaller Schützenhaus
Einige Bilder und Uniformstücke
sind mit verbrannt.

1894
In Leopoldshall
findet der diesjährige
Feuerwehr-Verbandstag
statt.

29./30. Juli 1894
Feier zum 25. Jahrestag
der Staßfurter Wehr
Erscheinen eines Gedenkblattes

18. Februar 1893
Großfeuer auf dem Achenbachschacht

1892
Zum Jahresende wird
ein Hydrantenzug eingerichtet,
um bei Feuer
schneller an Ort und Stelle zu sein.

1890
Die Wehr besteht 5 Jahre.
Es werden Altersabzeichen
(Litzen) eingeführt.

9. Februar 1890
In Magdeburg werden
55 FFW-Leute als Hilfsbeamte
der örtlichen Polizei vereidigt.

1889
Zum Geburtstag des Kaisers
zeigt sich die FFW zum ersten Mal
mit dem Militär und Turnverein
in einem Fackelumzug

15. Mai 1887
1. Inspektion der Leopoldshaller
Freiwilligen Feuerwehr durch den anhaltischen Feuerwehr-Verband.
18. Februar 1886
Gegen 23 Uhr Großfeuer
auf dem Achenbachschacht
und ein Großfeuer
in der Atzendorfer Straße.

30. September 1885
Gründung der
Leopoldshaller Feuerwehr

10. September 1885
Beschluß über die Gründung der Leopoldshaller Wehr
1. Kommando: 45 Mitglieder

25. August 1885
Die Vorbereitung der Gründung
der Freiwilligen Feuerwehr Leopoldshall.

21. April 1885
Die Pflichtfeuerwehr rückte
zum ersten Mal aus.
Anlaß war ein Großfeuer in der Friedrichstraße, ein Wohnhaus
und ein Kornspeicher
brannten bis auf
die Grundmauern nieder.
Die Pflichtfeuerwehr wurde den Anforderungen nicht gerecht.
Folge: Auflösung

1879
Gründung der Turnerfeuerwehr

von 1869-l879
Einsatz der FFW bei 83 Bränden

30. Mai 1879
Ein Statut regelt
die Organisation der Feuerwehr.
Sie führt von da ab die Bezeichnung
»Freiwillige Feuerwehr«.
Das Kommando bestand aus den Bürgern:
Maurermeister
Edmund Caspar, Leiter der Wehr
Malermeister
Carl Roth
stellv. Leiter der Wehr
Kaufmann
Voss, Zeugmeister
Sattlermeister
Riemann, Zugführer
Nagelschmiedemeister
Röder
Zugführer
Dreher
Carl Roth
Zugführer

12. Dezember 1871
6 Häuser werden
durch Blechschilder als
Feuermeldestellen gekennzeichnet

7. November 1869
Erste Übung am Sonntag
um 7.30 Uhr

6. November 1869
Einladung zur 1. Übung
in Staßfurt »Staßfurter Wochenblatt«

23. Oktober 1869
Erste Zusammenkunft und
Wahl des Vorstandes
Vorstandsmitglieder:
Maurermeister
H. Busse
Hauptmann
Werkmeister
Beyer
Stellv. Hauptmann
Drechslermeister
A. Dettmeyer
Schriftführer
Zugführer:
Stellmachermeister
Friedrich Melle
Malermeister
C. Roth
Zimmermann
A. Strube
Tischlermeister
Friedrich Siebenhühner

13. September 1869
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Staßfurt im Kremmlingschen Lokal
("Salzgrafen")
Gründungsurkunde
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